Unsere Pinnwand

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Meine Welt

Von einem Schüler über seine Schulbegleiterin. April 2019.

 
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Ich bin anders. Ich weiß es. Alle wissen es, die Normalen. Emotional- oder entwicklungsgestört, verhaltensauffällig, nicht die hellste Kerze, superintelligent oder einfach nur gerne oppositionell und ich habe einen Grund dafür. Den kennt niemand wirklich. Ich auch nicht. Meine Welt geht gerade den Bach runter und ich kann nur zusehen.

Dann ist auf einmal jemand neben mir, hinter mir, an meiner Seite. Fast immer. Ich mag die Person erst nicht. Ich weiß nicht, was ich von ihr halten soll. Sie nervt. Bringt mich an meine Grenzen und darüber hinaus. Sie ist merkwürdig, wie ich. Ich trau ihr nicht, denn sie hat rote Haare wie eine Hexe (ja, aber eine gute!). Sie ist älter, benimmt sich manchmal aber nicht so, wie peinlich ist das denn! Sie bevorzugt die Minions, nicht Goethe - aber hey, da ist alles drin: Schurkerei, Verrat, Liebe, Verbrechen, Leidenschaft. Sie sieht die Zecke hinter einem Wassertropfen (jedes einzelne Bein!), verschließt jedoch manchmal die Augen vor der übrigen Welt. Das kenn ich, die Augen verschließen.

Bevor ich es merke, ändert sich etwas. Zunächst unauffällig, dann offensichtlicher. Ich ändere mich. Entdecke Seiten an mir, die ich vorher nicht kannte. Zum Beispiel den Beat beim Tanzen, obwohl ich sehr dick bin. Oder ich kann Comics zeichnen, obwohl ich in Deutsch und Mathe nicht mitkomme. Ich fange an, mit mir und den anderen klar zu kommen. Vielleicht bleibt sie lange an meiner Seite. Vielleicht nur für kurze Zeit. Warum sie das macht? Sie hat es mir erzählt.

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Da gab es mal einen Tag. Einen echt miesen Tag in ihrem arbeitstechnisch nicht so erfüllten Leben. Es war sehr heiß. Sie hatte Dienst. Eine große Firma hatte ihren Familientag gefeiert. Sie war auf dem Weg zur Toilette, musste dazu einen riesigen Platz überqueren. Sehr viele große und kleine Leute. Überall. Plötzlich stellte sich ihr ein Kind in den Weg, zeigte nach oben und sagte, als sei es das Selbstverständlichste auf der ganzen Welt: „Guck mal, das da ist meiner!“ Sie schaute auf, in den sehr blauen Himmel. Dort kreiste ein fern gesteuerter Hubschrauber. Sie LIEBT Hubschrauber, alles was fliegen kann, ihr Opa war Pilot. Ab diesem Tag fing es an. Dass nichts mehr war wie vorher. Ein Kind hatte sie gefunden. Sie. Unter all den vielen Leuten. Hatte ihr etwas gegeben. Von sich. Etwas Schönes. Sie kann nicht anders. Sie möchte etwas Schönes zurückgeben. Einem Kind.

Und nun ist sie an meiner Seite. Ich mag Sie!

 
 

Frohe Ostern!

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Frühling - jetzt wird’s bunt

Im Frühling säuselt der Wind,
Das Gras wird grün,
Die Blumen bunt,
Und wenn dann noch das Bienchen summt,
Dann wird die Welt ganz kunterbunt.

incluedo wünscht allen ein frühlingsbuntes Osterfest, sonnige Tage und gute Erholung.

 

Gedanken einer Schulbegleiterin

Von einer Integrationsassistentin an einer Förderschule für geistige Entwicklung. 09.02.2019

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“Gestern bin ich einer Seele begegnet”

~Zitat der schwester marguerite aus dem Film~

der film basiert auf der wahren geschichte von marie heurtin, einem taub und blind geborenen mädchen im frankreich des späten 19. jahrhunderts.

 

“‘GESTERN BIN ICH EINER SEELE BEGEGNET.’

Nach diesem ersten Satz des Filmes war mir bereits klar, dass Deine Frage “Wäre der Film für Schulbegleiter geeignet?”eindeutig mit JA beantwortet werden kann.

Hallo, lieber Markus.

Wir Schulbegleiter haben uns nicht dafür entschieden, eine Maschine zu bestücken oder Damen und Herren bei der Kleiderauswahl zu beraten. Wir haben uns entschieden, Schulbegleiter zu werden.

Für diesen Beruf gibt es keine eindeutige, geregelte Arbeitsplatzbeschreibung. Für den Schulbegleiter selbst ist deshalb mitunter die Orientierung sehr schwer. Wie verhalte ich mich? Wem soll ich es jetzt eigentlich recht machen? Dem Kind? Dem Lehrer?

Oder vielleicht der SEELE?

Der Film zeigt in eindrucksvoller Weise, dass wir eben nicht mit Maschinen arbeiten, die wir zügig, bei Stillstand, neu bestücken. Der Film zeigt die Unvorhersehbarkeit. Dass wir zwar ein großes Ziel vor Augen haben sollten, aber eher erstmal abstrakt. Bei einer Deiner Teamsitzungen arbeiteten wir uns durch die “SMART-Methode”. Im Laufe dieses Arbeitsprozesses sagtest Du auch, die Ziele können klein sein. Diese Aussage von Dir hat sich mir eingeprägt. Es ist schon ein toller Erfolg, wenn man ein kleines Ziel erreicht hat. Für uns, als Gesunde, vielleicht unvorstellbar, dass die Erfüllung von Grundbedürfnissen, wie Haare kämmen, erstmal ein Prozess sein kann. Aber so ist es.

Wir Schulbegleiter sollten den Mut haben, uns auf die Kinder, die Seele, den Menschen einzulassen. Sie zu respektieren, als Mensch und in ihren Eigenarten. Diese Eigenarten können übrigens durchaus drollig und liebenswert sein. Und im Rahmen der Möglichkeiten auch diesen Eigenarten Raum geben. (Die Kritik bei der “ABA” ist ja u.a., dass bei der Therapie sämtliche Persönlichkeit genommen wird.)

Im Verlauf des Filmes hat die Nonne ja mit Marie separat die Mahlzeiten eingenommen. Aber das abstrakte Ziel: Marie in die Gemeinschaft einzufügen, Marie eine Schulbildung zu Teil werden zu lassen, hat ja geklappt. Und noch viel mehr: Die Einsicht, dass wir uns ein Stück des Weges gemeinsam Begleiten, am Ende voneinander profitieren, und das trotz Abschied.”

 
 
 

Weihnachten 2018

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Die erste Weihnachtsfeier mit unserem Team

Am 12. Dezember 2018 feierten wir zum ersten Mal mit incluedo die Weihnachtszeit. Im Stadtlicht in Lemgo hat das Essen in geselliger Runde besonders gut geschmeckt.

Wir von incluedo wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes neues Jahr 2019!

 

Unser Büro

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Aus dem Homeoffice ins Büro

Im Oktober 2018 zogen wir in unser Büro in der Palaisstraße 37 in Detmold. Wir haben bei unserem Kooperationspartner WIE zur Untermiete ein kleines Zimmer bekommen und es uns schön eingerichtet.

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Wir starten…!

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Das Schuljahr 2018 - 2019

Endlich sind die Ferien zu Ende :)

incluedo geht mit dem Schuljahresbeginn mit einem 7-köpfigen Team an den Start.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die uns dies ermöglicht haben!